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Neues aus dem gelben Haus

Anfang August Im Herbst fängt der poika in der Schule an. Gestern war er mit äiti dort, um sich sein neues Klassenzimmer anzuschauen, seine zukünftige Lehrerin und Klassenkameraden kennenzulernen. Als ich ihn nachmittags aus dem Kindergarten abhole und ihn nach seinem Tag frage, macht er ein ganz ernstes Gesicht und meint nur „In der Schule gefällts mir nicht. Da gibts viel zu wenig Pausen. Ich hatte heute gar keine Pause!!!!!!!!!111elf Am besten werde ich Lehrer, weil dann kann ich in der Schule den ganzen Tag Pause machen.“

Unser anderer poika, der Hund, wurde letzte Woche kastriert und liegt seit dem doch meistens sehr weinerlich in der Gegend herum. In den ersten Tagen nach der OP winselte er nonstop, was bei uns doch schon zu ein bisschen Sorgen geführt hat. Also wurde die Nachbarin angerufen, ihres Zeichens Tierärztin, um sich doch mal unseren Patienten anzuschauen. Nach einer kurzen Untersuchung stand die Diagnose auch schon fest: Dramaqueenking. Jahas. Mit seinem tötterö-Trichter um den Kopf ist er aber schon sehr herzerweichend. Meine derzeitige Hauptaufgabe besteht darin, ihm den Knochen festzuhalten. Immerhin trägt er mir den Knochen überall hinterher. Falls das mit dem Studium jemals nichts werden sollte, kann ich immer noch auf hauptberufliche Knochenfesthalterin umsteigen. Was mich fasziniert ist, wie schnell der Hund gelernt hat, mit seinen Pfoten mehr zu agieren, da er ja momentan etwas gehandicapt durch die Gegend stolziert.

Tyttö2 philosophiert immer gerne über das Essen. Ihre Lieblingsspeisen – Pommes und Kartoffelbrei-Hackfleisch-Auflauf- hatten wir schon vor langem geklärt. Wann immer im gelben Haus gekocht wird, erstellt sie danach eine genaue Auflistung, was denn nun gut gewesen sei und was nicht. Meistens ist die Liste mit dem Schlechten länger. Generell sind meiner Erfahrung nach nur so um die sieben Gerichte gut. Jedenfalls hatten wir es heute davon, dass sie mein Essen nicht mag. Das sei so komisch und ihr unbekannt und nein, das schmecke einfach nicht. Ihr schmecke nur finnisches Essen [s.o.] Gut, dass wir das geklärt hätten 😉

Der Sommer ist da! Zumindest heute – Es hat 20  ZWEI NULL ZWANZIG Grad! Unglaublich, so warm war es hier schon seit letztem August nicht mehr.Auch wenn das so manche in Australien bestimmt immer noch zu kühl findet Deswegen gehe ich jetzt auch wieder raus und die Sonne genießen, für die nächsten Tage ist nämlich Regen angekündigt.

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Tischgespräche (4)

Vor kurzem längerer Zeit waren wir alle in der Küche versammelt, als ein mir unbekannter Bekannter vorbei kam. Der isi stellte mich vor und meinte „Das ist unser Au Pair. Eigentlich ist sie ja unsere vierte Tochter. Wir wollen sie nicht hergeben, da soll dann liebe eine unserer Töchter heim gehen und anfangen zu studieren.“

Besuchszeit

Wie erwähnt, habe ich über Ostern Besuchern Helsinki zeigen dürfen, denn meine Mutter war zusammen mit einer Freundin für ein paar Tage hier. Ich habe es wirklich sehr genossen, mal wieder Familie um mich zu haben und auch, Helsinki als Tourist zu erleben.

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Den ersten Tag haben wir damit begonnen, in einem tollen Café ein Frühstück bestehend aus finnischen Spezialitäten einzunehmen.

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Fähre nach Tallinn. Die Fahrt dauerte etwa zweieinhalb Stunden und es war sehr beeindruckend, da das Schiff durch die eigentlich zugefrorene Ostsee fuhr. Meine Besucher schockte folgendes Kulturphänomen doch sehr nachhaltig: Da A.lkohol und Ta.bak im Nachbarland erschwinglicher sind als hier, wird der Trip über die Ostsee genutzt sehr oft dazu genutzt eben jenes wieder aufzustocken. Da wird dann ein Kärrele [Entschuldigung für meine sehr mangelhafte schwäbische Rechtschreibung, für Verbesserungsvorschläge wäre ich sehr dankbar] mitgenommen und dann in einem der großen riesigen Fachgeschäfte am Hafen wieder augefüllt. Während also so mancher Mitreisender seine Zeit damit verbrachte, machten wir uns auf, um die Stadt zu erkunden. b88189e8-cc2a-4f5c-a87a-524c1c5d7f73wallpaperHier erste Eindrücke der Altstadt. Ich war besonders fasziniert, denn ich vermisse Altstädte. Und Kopfsteinpflaster. Sehr sogar. Umso besser also das in Tallinn genießen zu können.e9137763-0698-458f-ad0c-baea72cbadd0wallpaperAm Marktplatz haben wir uns auf die Terrasse eines Restaurants gesetzt, die Sonne genossen und lecker gegessen. Danach haben wir eine Altstadttour mit einer Bimmelbahn gemacht, um danach die etwas abseits gelegenen untouristischen Ecken zu entdecken. Auf dem Rückweg zur Fähre haben wir uns fast verlaufen, so aber noch mehr Eindrücke bekommen. Es ist eine wirklich sehr schöne Stadt. Zum letzten Mal war ich dort ganz sicher nicht.

Wieder zurück in Helsinki, haben wir noch einen Ausflug auf die Festungsinsel unternommen. Auf den Bildern wird sehr gut klar, dass der Frühling in Finnland zu dem Zeitpunkt noch nicht so weit war wie in Tallinn.d1c95e73-a92e-42bd-b497-aa3b17d2f424wallpaper

Den Rest der Zeit haben wir damit verbracht, in eine Sauna zu gehen und anschließend in einem Eisloch zu schwimmen. Würde ich sagen, es war kalt, wäre dies eine Untertreibung. Ich bin vielleicht drei Meter geschwommen. Am Ende dieser drei Meter hatte ich keine Kraft mehr. Wir waren brunchen, haben Helsinki genossen und nach ein paar wunderschönen Tagen ging es für die beiden via Schiff nach St. Petersburg ehe wir uns nochmal sahen und ich den beiden einen Teil meiner Wintersachen mitgeben konnte. Die Woche war sehr schön und hat richtig gut getan. 🙂

Frühling

Folgendes Telefongespräch ereignete sich hier am Osterwochenende
Anrufer: Ja bei euch in Finnland muss ja bestimmt sehr schlechtes Wetter sein.
Ich: Nein, eigentlich haben wir hier gerade sehr schönes Wetter.
A: Ja aber es muss doch schneien?!
I: Nein, der ganze Schnee schmilzt zur Zeit eher weg.
A: Aber dann muss es doch kalt sein?! Hier waren es heute nur -1°C.
I: Also hier war es heute mindestens 5°C und Sonnenschein pur, den ganzen Tag!
A: Das gibts doch nicht!

Nur weil das liebe Finnland so weit im Norden liegt, heißt es nicht, das es hier IMMER schlechteres Wetter als in südlicheren Gefielden hat. Ich kann mich nämlich noch sehr gut an den Mai 2010 erinnern. Da war Finnland nämlich für eine gute Woche das wärmste Land in Europa. jaha!!

Hier scheint die Sonne tagtäglich, der Schnee schmilzt rapide und das Leben kehrt zurück! Ich sehe Leute auf ihren Balkonen Balkonswieauchimmer, die Fahrräder erobern wieder die Straßen und die Winterstiefel wandern allmählich wieder ganz nach hintern in den Schuhschrank.
In den großen Kaufhäusern sieht man es den Türen an; den Tulpen, die immer erfolgreicher den Schnee verdrängen; dass es wieder bis nach 20 Uhr hell ist oder einfach an unserer guten Laune -> der Frühling ist da!

 

und das ist fast schon ganz vergessen..und einen takatalvi wird es dieses Jahr nicht geben! Nein!

Frohe Ostern!

Last but not least auch aus Finnland noch Frohe Ostern! Hyvää pääsiäistä!
OsternIch hab mein Osterwochenende mit meinem Besuch gebracht, ein Post dazu folgt die nächsten Tage.  Das sehr finnische Osternest hab ich Freitag in meinem Zimmer gefunden 🙂 Jetzt geh ich noch eine Runde finnische Traditionen befolgen

In der letzten Zeit gab es in der Bloggerwelt eine Tagebuchwoche. Den Montag hab ich geschafft aufzuschreiben, aber natürlich nie zu veröffentlichen…Deswegen hier ein Nachtrag:

Was machst du den so den ganzen Tag?

 

Montag:
06:15-Aufstehen..für meine persönlichen Begriffe derzeit sehr sehr früh.. aber der Zug zurück nach Helsinki muss ja erwischt werden
06:20-ab ins Bad und neben der alltäglichen Routine neuerdings auch der tagtägliche Versuch, die Haare unter Kontrolle zu bringen jiha
06:40-schnell das Bett abziehen und wieder in ein Sofa verwandeln. All meinen Krams zusammen suchen und in den Rucksack stopfen verstauen.
06:50-frühstücken…seit neuestem sehr finnisch auch hier: der morgendliche Puuro aka Haferbrei mit selbstgepflückten Beeren aus dem letzten Sommer und Lektüre der dorfeigenen Zeitung
07:10 Aufbruch. Gastäiti1 ist so lieb und fährt mich zum Bahnhof und wir verabreden uns auf demnächst, wenn sie in Helsinki ist. Am Bahnhof sehe ich, dass mein Zug Verspätung hat…war ja so was von klar..  also wird sich unter das Dach der Bahnhofsgaststätte gestellt und gewartet. Keine zwei Minuten später taucht mein Gastbruder aus meiner zweiten Familie auf.. genauso klar wie die Verspätung des Zugs war, dass wir uns Montag Morgen am Zug treffen. Die Wartezeit ist nun doch deutlich angenehmer
07:50-der Zug trifft endlich ein, wir entdecken, dass wir im selben Waggon sitzen und verabreden uns auf einen Kaffee später. Im Zug nehme ich mein zweites Frühstück zu mir und lese mein Buch.
09:30-besagter Gastbruder kommt- sehr zur Freude meiner etwas betuchten Nebensitzerin, die ein anzügliches Grinsen für den Rest der Fahrt nicht mehr von ihrem Gesicht weggezaubert bekommt- wir trinken Kaffee bzw. Tee… im Restaurantwaggon ist nach finnischen Maßstäben kein Platz mehr frei, denn sich zu einer anderen Person an den Tisch setzen geht gar nicht, da müsste man ja reden. Kaffee und Tee sind getrunken und wir gehen zurück. Für den Gastbruder heißt es jetzt umsteigen, denn seine Reise führt in eins der finnischen Ts. Ich les weiter in meinem Buch, das muss ich noch zu Ende bringen, bevor ich in Helsinki ankomme
10:10-Anruf von Gastäiti2, denn der Gastbruder hat die Laptoptasche seiner Freundin im Zug vergessen. Wird eingesammelt und wieder weiter gelesen.
10:50-Ankunft in „meiner“ Station, denn ich fahre nicht ganz bis nach Helsinki, sondern steige eine Station davor in „meinen“ Pendelzug um. Der kommt heute echt passend und so bin ich 20 Minuten später zuhause. Daheim wird erstmal mit dem Hund ausgiebig alle am Wochenende verpassten Kuscheleinheiten nachgeholt. Ich mach mir was zu essen und –Überraschung!- lese mein Buch fertig und schaue anschließend noch die aktuelle Folge von the V.oice of Fi.nland. Die Zeit reicht sogar noch, um einen kleinen Mittagsschlaf zu machen.

12:20 tyttö2 kommt aus der Schule heim, macht sich selbst ihr Essen warm (Kebabspieße falls das hier jemand interessiert) erzählt mir von ihrem geplanten Sommercamp Anfang Juni und schaut anschließend einen Film an. Ich bin mittlerweile fertig mit meiner Lektüre und lese jetzt eine finnische Zeitschrift, die vorherige Woche als Probeexemplar für das letzte Au Pair hier angekommen ist…also so was wie die Au Pair-Zeitschrift.
14:00-mit dem Hund eine Runde Gassi gehen…
14:20-wieder zurück und die Spülmaschine aus- und wieder einräumen und die Reste vom Frühstück entfernen. Anschließend ist mein Rucksack dran. Ich muss sagen, ich bin stolz, dass jetzt schon hinbekommen zu haben und nicht erst iwann in der Nacht oder gar am Ende der Woche.

15:00 Ich gehe den poika aus dem Kindergarten abholen. Heute ist echt schönes Wetter und ich ärgere mich fast schon ein bisschen, dass ich meine Sonnenbrille nicht mitgenommen habe. Die Jungs stehen schon Schlange vor der Kindergartentür. Ich hole schnell des poikas Rucksack und lass mir von den Erzieherinnen das Wichtigste des Tages schildern. Der poika sagt danke und wir beide machen den Abflug, nicht ohne noch Halt auf dem Spielplatz zu machen. Das macht jetzt zum Glück wieder sehr viel Spaß, nachdem es nicht mehr so kalt ist. Der poika erzählt von seinem Wochenende und meint, dass wir ja fast schon Frühling hätten.
15:30 Daheim angekommen, widmet sich der poika und tyttö2 ihrem heiß geliebten bätmän-Spiel. Mit den beiden ist für den Tag nichts mehr anzufangen. Tyttö1 ist mittlerweile auch daheim und entschwindet sofort wieder, um zum Training zu gehen, aber nicht ohne zu betonen wie uncool wir doch alle sind. Der Hund hat in der Zwischenzeit den Korken, den er am Vormittag verspeist hat, wieder ausgekotzt [natürlich auf den Teppich, der erst seit Freitag wieder hier liegt]. Ich sk.ype eine Runde und mache eine Blogrunde und verbummel meine Zeit.

16:50 Die Äiti kommt heim und wir erzählen uns gegenseitig vom Wochenende. Keine 15 Minuten später verschwindet die Äiti schon wieder mit dem Hund in die Hundeschule.

17:20 Der Isi kommt heim und „macht“ Essen, das die Kinder nicht so recht essen wohl, weil eklig. Ich vermisse schon jetzt das gute Essen aus Parikkala. Ich dreh eine Runde um den Block.

Später schau ich das aktuelle her.zkino, will eigentlich noch den Tato.rt schauen, aber da schlaf ich schon halb ein und verschrieb das auf morgen. Nun nichts ab wie ins Bad und danach ins Bett. Hyvää yötä!“

Was wir hier so machen

Jaja mich gibts noch, der  die das Blog liegt eher brach..wirklich viel passiert hier gerade auch nicht.
batmanBätmän und Robin sind hier seit Weihnachten unsere tagtäglichen Begleiter..Es vergeht fast kein Tag, an dem die beiden und ihre Kumpanen nicht bei uns zu Gast sind…vollkommen über die äcksbocks und sonst, wenn der Poika und tyttö2 miteinander spielen ob draußen oder drinnen. Da rennen B und R nämlich hier rum.
taideAußerdem hat der poika jetzt angefangen zu malen..davor war ihm das zuwider..jetzt gibts jeden Tag mindestens zwei Kunstwerke von Bätmän und Robin. Denn im Kindergarten sind alle Jungs Bätmänsüchtig. 😉

Auf dem Nachhauseweg heute hab ich aber ein eventuelles Ende der Bätmänärä heraus hören können, denn mir wurde ausufernd von MarioA und MarioB erzählt, die natürlich alle super sind.