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The Countdown is on

26/05/2013

oder auch Rückflug gebucht! In weniger als fünf drei Wochen Ganz bald geht es wieder zurück und ich muss sagen, ich freu mich! Sehr sogar.
War ich zu Anfang diesen Jahres Au Pair-Zeit noch fest davon überzeugt, aus Finnland überhaupt nur noch zu zweiwöchigen Aufenthalten daheim aufzubrechen, hat sich einiges verändert.

Dieses Jahr Zeit hat meine Illusion von Finnland in die Realität zurück geholt. Ich hab ziemlich schnell feststellen müssen, dass Helsinki nicht gleich das Finnland ist, das ich ins Herz geschlossen hatte. und dass nur weil ich wieder im Lande war, nicht alles automatisch dort weiter ging, wo es vor drei Jahren aufhörte. Ich hatte außer Acht gelassen, dass die Zeit nicht stehen bleibt, dass sich Menschen verändern, dass ich mich ändere. Finnland war für mich die zwei Jahre, die ich nach meinem Schüleraustuasch wieder zuhause war, mein Sehnsuchtsort. Dort war die Welt heile. So hat sich mein Finnlandbild mehr und mehr verklärt. Letztes Jahr war ich einfach nur froh, aus meinem alten Umfeld heraus zu kommen. Dass es dann letztendlich zurück nach Finnland ging, war natürlich umso besser. Zurück nach Finnland zurück nach Hause.

In den ersten Wochen durchlebte ich ziemliche Höhen und Tiefen. Das, was in der Familie meine Aufgaben waren, war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Wahrscheinlich hatte ich mir nicht sonderlich gut überlegt, was ich machen will. So richtig anfreunden mit meinem Dasein für Notfälle konnte ich mich die ganze Zeit nicht. Ich habe ziemlich schnell Anschluss gefunden hier – besonders die ersten drei Wochen waren unvergesslich- und das hat mich wortwörtlich durch die erste Zeit getragen. Das erste Mal zurück in den Osten, in mein finnisches Zuhause hat mich überwältigt. Selten war ich so glücklich, wie an diesen Tagen. Ich sah all die Leute wieder, die mir während meiner elf Monate dort so sehr ans Herz wuchsen, ich ging durchs Dorf und atmete die klare Luft ein. Alles war perfekt, aber die Zeit war nicht stehen geblieben. Bei manchen Freundschaften zeigte sich, dass sie eine so große Entfernung nicht überdauern, bei manch anderen war das Gefühl so, als hätten wir uns zuletzt vor einem Monat gesehen. Wieder zurück in K kam der Frust zurück.
Ich habe ziemlich festgestellt, dass es nicht an der Familie liegt. Vielmehr war ich es, die ich mich nie als Au Pair wohlgefühlt habe. Das Verhältnis mit der Familie wurde immer besser – besonders mit den Eltern. Die Tage mit den Kindern haben mich aber immer wieder schier zur Verzweiflung machen. Ich wollte das nicht machen. Ein anderes Problem war die mentale nicht vorhandene Herausforderung und dass ich weiterhin in einer Familie lebte und nicht für mich allein. Mehrmals habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Projekt Au Pair Sein früher abzubrechen, war mir schon sehr sicher. Jedoch war es nie so schlimm, dass ich es keine Sekunde länger ausgehalten hätte. Und ich habe auch gelernt, dass ich kein Mensch bin, der etwas abbricht. Ich will das, was ich angefangen habe zu einem guten Ende bringen. Das wäre es nicht gewesen, wenn ich vorher gegangen wäre.

Mein Rückflug steht nun demnächst an. Es fühlt sich stimmig an. Ich habe für mich das Projekt Au Pair Sein zu einem meinem guten Ende gebracht. Ich habe mit Finnland meinen Frieden geschlossen. Für mich habe ich heraus gefunden, dass ich [zumindest in der näheren Zukunft] nicht auf Dauer hier leben könnte, dafür ist mir der Winter zu lang, zu dunkel und auch zu kalt. F wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen behalten. Meine Besuche lege ich in Zukunft auf die Sommerzeit;)

Vielleicht wäre es besser geworden, wenn ich Kinder in einem anderen Alter betreut hätte, in einem anderen Land gewesen wäre und sowieso, wenn alles anders gewesen wäre. Aber bekanntlicherweise wäre mein Vater ja auch Millionär, wenn das Wörtchen wenn nicht wär.

Die Zeit hier will ich nicht missen, ich hab Menschen getroffen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind; Dinge getan, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie jemals tun würde; bin mehr als einmal über meine comfort zone hinaus. Ich bin auf meinem Weg weiter voran geschritten und diese 9 1/2 Monate haben mich zu dem gemacht, was ich jetzt hier und heute bin.

Das Finnland-Kapitel wird nun [vorerst] geschlossen und ein Neues aufgeschlagen. Ich freue mich darauf. Sehr sogar.

 

 

Ich weiß noch nicht genau, wie und ob ich mit diesem Blog weiter mache. Liest hier überhaupt irgendwer? Schließen möchte ich ihn eigentlich nicht. Mal schauen, was die Zukunft so bringt.

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